Das Projekt «Mitfahrmarkt Surselva» gewinnt den Regionallogistikpreis 2018

Im Rahmen des Logistik-Forums vergaben die Vereine detranz und VNL heuer zum zweiten Mal der Regionallogistikpreis. Das Projekt «Mitfahrmarkt Surselva» von Urs Giezendanner (Regionalentwickler der Regiun Surselva) setzte sich in der Abstimmung des Fachpublikums gegen die beiden Mitfinalisten «Collectors» und «UriTicket» durch. Alle drei Finalisten des Regionallogistikpreises sind eingeladen, am nächsten detranz-Denklabor im 2019 in Altdorf teilzunehmen.

«Förderung von Fahrgemeinschaften zur Reduktion des Verkehrsaufkommens» – so könnte man in einem Satz die Idee des Siegerprojekts zusammenfassen. Der «Mitfahrmarkt Surselva» bringt zudem eine Steigerung der Versorgungssicherheit. Dank physischen Mitfahr-Haltestellen an stark frequentierten Orten – wie Bahnhöfen, Bushaltestellen und Einkaufszentren – können Personen ohne Fahrzeug mit Autofahrern mit derselben Zieldestination zusammengebracht werden. So sinkt insbesondere zu Tageszeiten ohne oder mit reduzierter öV-Verfügbarkeit die Abhängigkeit vom eigenen Auto.  

Um Sicherheitsbedenken seitens der Fahrer und Mitfahrer zu reduzieren, wird eine Telefonnummer eingerichtet, an die die Mitfahrer vor der Abfahrt eine SMS mit dem Kennzeichen, Start- und Zieldestination der Mitfahrgelegenheit schicken müssen. Die SMS-Variante soll langfristig durch eine App abgelöst werden. Die App dient auch der Ermöglichung von Fahrten aus der Peripherie in die Zentren. Sie orientiert sich an bestehenden Lösungen wie Uber, blablacar oder BePooler und vereint sie mit den Besonderheiten und Bedürfnissen von Berggebieten.