Neuigkeiten von detranz

Eine Jury sowie das fachkundige Publikum am Logistik-Forum Schweiz entschieden gemeinsam, wessen Engagement für mehr Transporteffizienz mit dem Regionallogistikpreis 2017 ausgezeichnet wurde. Das Rennen machte Pickwings mit ihrer Online-Plattform, die freie Transportkapazitäten grosser Logistikunternehmen für Firmen und Privatpersonen nutzbar macht.

Die Organisatoren des Preises, die Vereine detranz und VNL, orientierten sich bei der Ausschreibung am Kernthema des Logistik-Forums: „Effizienz durch Digitalisierung und Nachhaltigkeit“. Gesucht waren insbesondere innovative Geschäftsmodelle für eine nachhaltigeLogistik in Regionen und Randgebieten. In einer Welt, die sich mehr und mehr in eine Dienstleistungsgesellschaft wandelt und in der Prozesse häufiger von Computern gesteuert werden, gibt es viele Chancen für neue Geschäftsmodelle. „Einige dieser Innovationen können zu einer Steigerung der Versorgungssicherheit und Attraktivität abgelegener Regionen führen oder eine Reduktion des Verkehrsaufkommens bewirken,“ so Johannes Heeb von detranz. Eine solche Innovation entwickelte das Start-up Pickwings. Basierend auf dem Uber-Prinzip bietet Pickwings für private sowie gewerbliche Kunden eine 100% digitale Lösung im Bereich Stückgut (ab 31.5 KG), Teil- und Komplettladungsverkehre auf dem Schweizer Markt an. Mit einer ausgeklügelten Online-Plattform verhilft Pickwings Versendern auf Basis von „Smart Trucking“ respektive „Transport on demand“ ihr vorhandenes Frachtgut mit freien Kapazitäten von Transportunternehmungen in Echtzeit zu verbinden. Wenn sich diese Lösung durchsetzt profitieren alle: Die Versender von einem unkomplizierten und vergleichsweise günstigen Logistikangebot, die Transportunternehmen von einer besseren Auslastung, die Umwelt von mehr Transporteffizienz und somit weniger Fahrzeugen auf der Strasse. Und davon profitieren unzählige Verkehrsteilnehmer, da weniger Fahrzeuge auf der Strasse auch weniger Stau bedeuten. Transporteffizienz ist Motivation und Kernthema von detranz. Alle vier Finalisten sind eingeladen am nächsten detranz-Denklabor im Januar 2018 in Altdorf teilzunehmen. Dort werden verschiedene Interessensvertreter zusammenkommen und gemeinsam die Umsetzung und Weiterentwicklung innovativer Lösungsansätze zu diskutieren und voranzutreiben.

Holz stand im Zentrum des zweiten Denklabors. Bedeutende Mengen Holz werden exportiert und importiert. Diese Tatsache lässt erwarten, dass eine verstärke Nutzung von Holz aus der Schweiz zur Reduktion von Transporten beitragen würde. Und tatsächlich: Mit der Verwendung von Schweizer Holz kann die Transportleistung deutlich reduziert werden. Während importiertes Holz zwischen 300 und 400 km zurücklegt, fallen für die Verarbeitung von Schweizer Holz nur Transportdistanzen von 80km bis 100km an. Noch höher ist das Einsparpotenzial, wenn nur regionale Rohstoffe verwendet werden, die direkt vor Ort verarbeitet werden.

Nachfolgend stellen wir die Zusammenfasung der Ergebnisse des Denklabors sowie die Präsentation unserer Referenten zur Verfügung:
» Zusammenfassung der Ergebnisse des Denklabors
» Präsentation 1 - Bauen mit Holz aus der REgion - eine Chance für die Vermeidung von Transporten?
» Präsentation 2 - Projekt HOLZCLUSTER
» Präsentation 3 - 100 Prozent Schweizer Holz: die Vision und der Weg dazu
» Präsentation 4 - Holztransprote bei Schilliger Holz
» Präsentation 5 - Vom Rohstoff zum Bauwerk - Ferienheim Büttenhardt

Am 27. Januar 2016 hat detranz das erste Atelier durchgeführt, um innovative Geschäftsideen im Bereich Transporteffizienz, regionale Wertschöpfungsketten, 3D-Drucker und Co" zu entwickeln. Am Atelier wurden drei innovative Geschäftsmodelle vorgestellt:
  • Eine bedarfsabhängige Schuhproduktion, die auf lokale Vorleistungen wie z.B. Urner Schafwolle zurückgreift.
  • Ein Fahrrad-Hausliefer- und Abholdienst für Personen, die ihre Besorgungen nicht mehr selber erledigen können.
  • Holzbasierte Wellnesseinrichtungen und Abonnements für den Holzbedarf der Wärmeanlagen mit Rohstoffen, die in der Region gewonnen werden.
Die Geschäftsideen wurden anschliessend in Kleingruppen mit dem Business Model Canvas zu konkreten Geschäftsmodellen weiterentwickelt.